W-BF-4 Josefine Paul

Liebe Freundinnen und Freunde,

die Zukunft unserer Gesellschaft ist weiblich! Vor einigen Jahren sprach der FIFA-Präsident Sepp Blatter von der weiblichen Zukunft des Fußballs, weil er erkannt hatte, dass der bis heute männerdominierte Fußball ohne bessere Beteiligung von Mädchen und Frauen die Zukunft verschlafen würde.

Soweit sind wir in diesem Land scheinbar noch nicht. Obwohl Sepp Blatter sicherlich kein Vorreiter der Emanzipation ist, so hat er doch etwas Entscheidendes erkannt: Wir können und wollen es uns nicht leisten die Hälfte der Potentiale ungenutzt zu lassen!

Die frauenpolitische Realität ist leider von einer Anti-Frauenministerin Schröder geprägt, die von der sog. Flexi-Quote über das Betreuungsgeld bis hin zum schwarz-gelben Rentenmurks nicht nur Potentiale nicht hebt, sie verhindert durch ihre Politik geschlechtergerechte Beteiligungschancen.

Deshalb fordern wir GRÜNE die eigenständige Existenzsicherung, die insbesondere Frauen in ihrer Selbstbestimmung unterstützt. Abgeleitete Ansprüche, wie das Ehegattensplitting oder die kostenlose Mitversicherung sind Relikte einer gesellschaftlich längst vergangenen Zeit. Einzig die schwarz-gelbe Bundesregierung hält vehement an einem Familienbild fest, das den Mann als Ernährer und die Frau als treusorgende Hausfrau sieht. Leittragende sind die Frauen.

Noch immer beträgt die Lohnlücke zwischen Frauen und Männern durchschnittlich 22%. Mehr als zwei Drittel der Beschäftigten im Niedriglohnsektor sind Frauen. Und allzu oft wird aus der familienpolitisch vernünftigen Arbeitszeitverkürzung eine Teilzeitfalle. Folge der bestehenden Geschlechterungerechtigkeiten ist nicht zuletzt drohende Altersarmut, die in Deutschland zunehmend weiblich ist.

Frauen- und Gleichstellungspolitik ist ein Markenkern GRÜNER Politik. Nicht zuletzt die sexistischen Ausfälle eines Rainer Brüderle oder eben die haarsträubende Politik einer Christina Schröder haben Geschlechtergerechtigkeit wieder zu einem zentralen Baustein in der Diskussion um eine soziale und gerechte Gesellschaft gemacht. In dieser Frage sind wir das Original! An der Weiterentwicklung GRÜNER Positionen im Bereich der Frauenpolitik (auch durch die Brille der Gender- und Queerpolitik) möchte ich gerne mitarbeiten.

Eure Josefine

Biografie

31 Jahre alt, verpartnert, KV Münster Seit 2010 Mitglied des Landtags NRW, Frauen- und Queerpolitische Sprecherin, Sprecherin für Sportpolitik Mitglied der LAG Frauen, der LAG Queer und der LAG Sport Sachkundige Bürgerin im Gleichstellungsausschuss im Rat der Stadt Münster Mitglied im Vorstand des Frauenrat NRW Präventionsbeauftragte TUS Saxonia Münster e.V. Studierte Historikerin, Teilzeitfußballerin

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