W-BF-5 Verena Schäffer

Liebe Freundinnen und Freunde,

in drei Monaten haben wir die Chance, eine Bundesregierung abzuwählen, die in der Frauenpolitik vier Jahre zwischen Stillstand und Rückschritt agiert hat. Für die Bundesfamilienministerin ist Feminismus ein Schimpfwort, für nicht vorhandene Aufstiegsmöglichkeiten von Frauen macht sie die Frauen selbst und nicht die Strukturen verantwortlich. Aus feministischer Perspektive ist diese Bundesregierung eine einzige Katastrophe.

Dabei brauchen wir eine starke Frauenpolitik, um die Teilhabe von Frauen und Mädchen an allen gesellschaftlichen, wirtschaftlichen und politischen Prozessen zu sichern. Ein Instrument ist die Frauenquote in Aufsichtsräten und Vorständen, mit der wir für Vielfalt in den Unternehmen und Vorbilder für andere Frauen sorgen wollen. Neben der Einführung einer Frauenquote muss es aber auch unsere Aufgabe sein, diejenigen Frauen nicht aus dem Auge zu verlieren, die nicht unmittelbar von einer Frauenquote profitieren würden, sondern die gleiche Löhne für gleichwertige Arbeit brauchen, um auch im Alter noch teilhaben zu können. Der Equal Pay Day zeigt uns jedes Jahr vor Augen, dass Frauen etwa 23 Prozent weniger verdienen als Männer, denn gerade Frauen arbeiten in Teilzeit, Minijobs und Leiharbeit. Damit sich endlich etwas ändert, brauchen wir u.a. eine geschlechtersensible Berufswahlberatung und das Aufbrechen von tradierten Geschlechterrollen, Unterstützung bei Existenzgründungen und bei der Rückkehr in den Beruf sowie die Einführung eines gesetzlichen Mindestlohns!

Ich würde gerne weiterhin im Bundesfrauenrat mitarbeiten, da es ein wichtiges grünes Gremium für die Vernetzung und den Austausch zwischen den Frauenpolitikerinnen der Landesverbände aber auch zwischen den Generationen ist. Deshalb würde ich mich über eure Unterstützung für meine Kandidatur sehr freuen!

Herzliche Grüße,
Verena

Biografie

  • 26 Jahre alt, aus der Ruhrgebietsstadt Witten.
  • Von 2007 bis 2010 Bachelor an der Uni Düsseldorf in Geschichte und Jüdische Studien, seit 2012 Masterstudiengang Geschichte an der Fernuni Hagen.
  • Von 2005 bis 2010 Mitglied im Landesvorstand der GRÜNEN JUGEND NRW, von 2006 bis 2010 als Landessprecherin.
  • Seit 2009 Mitglied des Rates des Stadt Witten.
  • Seit 2010 Mitglied des Landtags NRW, von 2010 bis 2012 Sprecherin für Frauenpolitik, seit 2012 Sprecherin für Innenpolitik und Strategien gegen Rechtsextremismus sowie stellvertretende Fraktionsvorsitzende.
  • Seit 2012 Mitglied in der Grünen Rechtsextremismuskommission.
  • Von 2008 bis 2012 Mitglied im Bundesvorstand von IDA e.V. (Informations- und Dokumentationszentrum für Antirassismusarbeit).
  • Seit 2013 Vorstandsmitglied des Wittener Haus im Park e.V., einem niedrigschwelligen Kontaktcafé für Drogenabhängige.

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